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Verantwortung

Wäre ich als, im Idealfall dunkelhaariger, Mann geboren worden, wäre ich Kriegsreporter geworden.

Nun sehe ich die Bilder aus Kiew und fühle mich schlecht, schuldig und nutzlos.

Je mehr ich davon sehe, desto mehr wirkt der Gedanke, eine Ausbildung als Sanitäter zu machen und so in Kriegs- und Krisengebiete zu gehen um etwas tun zu können.

Je länger ich hier bin, desto beschissener wird mein Leben. Und von Tag zu Tag merke ich, dass ich nur um meinetwillen lebe – und das reicht mir einfach nicht.

Allein war ich noch nie gut, allein habe ich noch nie einen Sinn in mir entdecken können – vielleicht ist es einfach nur eine logische Konsequenz. Selbst wenn ich wieder jemanden habe, der mir Sinn, Lust am Leben, am Atmen macht – was passiert, wenn er wieder geht?

Wenn ich nicht gut im eigenen Leben bin, vielleicht kann ich wenigstens das anderer verbessern? Wenn ich keinen Sinn in meinem Dasein finde, warum es nicht für andere in Gefahr bringen, die soviel mehr erreichen, fühlen und leben können als ich?

Egal ob Indien, Afrika, Asien oder Osteuropa – das sind unsere Brüder und Schwestern, die dort leiden und abgeschlachtet werden – wenn ich hier nichts tun kann, warum nicht dort?

 

Ich kann doch nicht einfach hier sitzen. Mein Gott, was mache ich nur.

21.2.14 19:00


Fragmente

Ich habe den ganzen Tag aus dem Fenster geschaut. Habe versucht, nichts zu denken.

Alles, was gut für mich ist, mache ich mir mehr oder weniger kaputt. Für jedes paar sortiere Socken, jeden nachlackierten Stuhl zerstöre ich etwas Schönes. Eine Bekanntschaft, ein gutes Gefühl.

So gerne würde ich nur noch schreiben und Fotos machen. 

Unglaublich, wie schön es war, als ihr mich angefasst habt. Jemand, der hier den ganzen Tag herum liegt und in meine Nähe ist wäre hervorragend.

Wir sind schon Fremde, aber ich sende noch immer einen guten Morgen und eine gute Nacht in den Himmel.

Wenn ich die Augen schließe, falle ich, spüre den Luftzug an mir – etwas bricht wie Wasser, auf das ich treffe und das mich umfängt. Wie dieser Moment kurz vorm Einschlafen. Wie dieser Moment, wenn du die Augen schließt, die Pfeife absetzt und biochemischer Schnickschnack in deinem Kopf einen kurzen Traum auslöst. Der Körper ist leer und voll auf einmal, alles fühlt in gleicher Intensität, wie ein sanftes Wabern. Es ist so schön, dass man an alte Zeiten denkt, wenn man doch wegen der neuen Zeiten schlafen sollte, anstatt die Vorphase zu glorifizieren und spirituell überzubewerten.

Ich lächle in letzter Zeit wieder öfter ehrlich aus mir heraus. Ich weiß nicht, ob das gut ist oder ein Zeichen, dass es bald wieder schlimmer wird - als wäre dies ein letztes Aufbäumen. Ich weine auch viel weniger. Gut, aber warum denn immer noch?

Ich hab Kopfweh und meine Haare riechen nach Espresso – igitt. Wer ahnt sowas beim Sprühkur-Kauf? Der Vodka und der Tequila gestern waren nicht ganz so gut. Minderwertige Clubs neigen zum Servieren minderwertigen Alkohols.

Schreiblied: Delilah - Inside my love (Redlight Remix)

 

4.2.14 19:12


Smartphones und die Jugend - eine Eröterung

Die Entwicklung und die zunehmende Nutzung von Smartphones hat die Gesellschaft stark verändert. Ob diese Veränderungen positiv oder negativ zu bewerten sind, ist schwer zu sagen.

Das Smartphone selbst ist mit all seinen Möglichkeiten, benutzerfreundlich aufbereitet, eine Bereicherung für den Menschen, da es neben den vielfältigen Möglichkeiten zur Kommunikation (Telefonie, SMS, E-Mail, Dienste wie Twitter und Whatsapp) auch eine Hilfe zur Informationssuche und –Verwaltung, Unterhaltung und verschiedenen alltäglichen Problemen (Wecker- und Taschenlampefunktion, Googlemaps etc.) bietet.

Die Entwicklung und die Möglichkeit der so umfassenden Nutzung haben sich jedoch erst vor kurzer Zeit ergeben, sodass die Gesellschaft erst langsam den Umgang mit dem neuen „Begleiter“ erlernen muss und in diesem Zuge auch die sozialen Normen angleichen kann.

Das Handy ist mittlerweile bereits nicht mehr aus dem alltäglichen Gebrauch wegzudenken – und da sich die Gesellschaft den Gegebenheiten anpasst, wird auch diese Entwicklung Auswirkungen auf die Menschen haben.

Statt eines stationären Telefons daheim, sind wir nun überall erreichbar. So wird zwar Kommunikation gefördert, doch auch Probleme ergeben sich: Wer nun immer erreichbar ist, von dem werden jetzt auch zeitnahe Antworten erwartet.  Wo man früher noch vorgeben konnte, beim ersten Anruf nicht daheim gewesen zu sein um einige Stunden zu grübeln, so wird heute bereits eine Antwort nach 4 Stunden als Unhöflichkeit empfunden.

Währenddessen ist zum Beispiel das „Sammeln“ von Freunden und die Zur-Schau-Stellung geschlechtsspezifischer Merkmale, die zur Fortpflanzung anregen sollen,  so alt die Menschheit selbst (Freundschaftsbücher etc.) und findet in der modernen Technik nur einen neuen Ausdrucksweg.

Die Diskussion sollte also weniger um das Für und Wider der Smartphonenutzung kreisen, als viel mehr um die Anpassung von Wertmaßstäben an neue Gegebenheiten und das Bild einer Gesellschaft, wie wir sie uns in dieser modernen Zeit wünschen.

Alle, von den Gegnern dieser Technologie hervorgebrachten Argumente spiegeln lediglich eine Kritik an Verhaltensweisen der meist „jüngeren“ oder „moderneren“ Generation im Allgemeinen wieder und finden in der Smartphone-Debatte lediglich eines von vielen möglichen Ventilen.
Vielen technischen Neuerungen wurde vorgeworfen, sie würden die Menschen zur Isolation anstiften, krank oder zur weltfremden Träumern machen – wie es bereits bei Buchdruck, Radio, Fernsehen, Videospielen und Computern der Fall war. Dies bestätigt den Ansatz, über die Menschen zu reden und nicht die Smartphones, die sie benutzen.

Da Technik nur ein weiteres Kind der Gesellschaft ist, ist auch die Technik nur ein Ausschnitt des Spiegelbilds derselben.

„Guns don’t kill people. People do”  Englisches Sprichwort

___
P.S.: Isch 'abe gar kein Smartphone

15.1.14 20:59


Respekt

Ich habe schwule Brüder,
Ich habe keinen Hund,
Ich schaue gerne Liebesfilme,
und ich war nicht beim Bund.

Ich bin hässlich,
dick und dumm,
zu links oder zu rechts,
würdst‘ du’s nicht machen – doch, ich brächts!

Nur Jogginghosen, 
Tennissocken,
Nur Krawatten,
Marken shoppen

Viel zu türkisch, viel zu deutsch,
nur Karotten, gar kein Fleisch,
Pupillen groß wie Untertassen, immer nur im Rausch.

Egal, was genau du davon bist,
Egal ob’s Bayern oder Bremen ist,

Ich hab vor der Respekt;
Denn ich hab den Mensch in dir entdeckt.

15.1.14 18:55


Es gibt kein Foto.

Es gibt kein Foto von uns. Du wolltest das nicht. Du hast auch nie eins gemacht.

Ich durfte nach einem halben Jahr keine Fotos auf meinem Blog online stellen – sie nimmt dich als öffentliches Titelbild. Sie postet öffentlich an deine Pinnwand ein Bild von euch zweien – im Bett, als Geburtstagsgruß.

Ich möchte um mich schlagen, meinem Laptop an die Wand werfen, schreien. Ich möchte meine Wohnung anzünden, ich möchte mich anzünden. Ich will meine Haut abziehen und dir in kleinen Briefumschlägen Stück für Stück zuschicken. Ich will alles zerreißen, jede Pflanze aus der Erde, jedes Fahrrad kaputt treten und jedes Auto anzünden. Ich will mein Gesicht versenken, meine Haare ausreißen,  mir die Pulsadern aufschneiden, meinen Bauch aufschlitzen und bei dir im Garten neben den Kaninchen verbluten.

Aber heute bin ich krank, und Samstag ist schon die 80iger Party.

Ich liebe dich.
Immer noch und viel zu sehr.

Du hast sie gefickt. Du hast dieses kleine, zuckersüße, narzisstische, künstlerisch begabte Dreckstück gefickt – und sie macht es öffentlich. Und du lässt es zu. Wie kannst du das nur tun Gott verdammt. Weil du dich ja so schwer verliebst. Blabla.

Wieso hast du mich nicht so geliebt? Wieso warst du nicht so begeistert von mir und hast mich nicht so anerkannt?

21.11.13 13:32


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