Erstmal ein Ärger-Blog
  Startseite
    Schönes
    Ärgernisse
    Gedicht
  Über...
  Archiv
  Gebrauchsanweisung
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    aangi
   
    zwischensinn

    - mehr Freunde



http://myblog.de/weserkind

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Lauf zu, Schätzchen!

Du selten dummes Wichsgesicht!

Heute ein allgemeines Ärgernis, wo sich wohl fast jeder angesprochen fühlen kann. Wenn ihr euch wiederfindet, nehmt euch das Folgende gern zu Herzen, denn ihr KOTZT MICH AN! Danke.

Egal ob an der Rolltreppe der U-Bahn, an der Ampel wo tausende Leute stehen, an Ein- und Ausgängen von Geschäften – man ist im Flow der Großstadt, das Blut pumpt hart durch die Adern und im gleichen Takt vollführen Hunderte, wie einstudiert, den allgemeinen Großstädterschritt – und plötzlich bleibt einer stehen.

„Oh, mein Handy!“ „Oh, der Himmel!“ „Oh, ich kann nicht gleichzeitig gehen und denken – da bleib ich doch mal stehen“

Nein.
Man geht einen bis zwei Ausfallschritte zur Seite und verharrt dort, um seine Gehirnströme zu sortieren oder mit seinem Smartphone rumzuwurschteln – hat man euch keine Manieren beigebracht? Ist es euch unmöglich wahrzunehmen, dass noch andere den Fußweg mitbenutzen möchten? Nur weil IHR alle Zeit der Welt habt, habe ich die noch lange nicht.

Ich bin grundsätzlich ein zügiger Geher, zugegeben. Was auf Grund meiner nicht unerheblichen Körpergröße möglicherweise noch zügiger ist, als durchschnittlich. Langsam gehen macht mich einfach krank. Man stört andere, es dauert ewig und ich kann einfach meine Füße nicht so langsam setzen – es ist, als würde ich jedes Mal gegen etwas stoßen oder als müsste ich im letzten Moment meine Beine um einige Zentimeter zügeln wie unruhige Rennpferde. Und ich bin weiß Gott nicht sportlich. Vielleicht passt eher eilig. Selbst mit kaputtem Fuß oder auf Krücken bin ich fixer als ihr.

Wie einfach ihr Freude verbreiten und Alltagsstress eurer Umgebung vermeiden könntet, würdet ihr einfach aus dem Gott verdammten Weg gehen.

Wer Zeit hat, ganz entspannt in der Rush Hour herum zu schlendern und mir auf den Sack zu gehen, der sollte auch genug Ruhe haben auf seine Mitmenschen zu achten und seinen dämlichen Arsch aus dem Weg zu schieben, um keine Belästigung für beschäftigte Leute darzustellen.

 Schreiblieder: Noisuf-X - Deutschland braucht Bewegung / Nirvana - Smells like teenspirit (Dual Dupstep Remix)

10.10.13 17:56


Schönes - Paket

Damit keiner denkt, ich ärgere mich nur, schreibe ich mal über Schönes.

Es hat wieder geklingelt. Ist ja auch Mittwoch. Immer mittwochs habe ich frei. Das weiß der Paketbote. Er ist Vegetarier (trägt zumindest entsprechende T-Shirts mit winkenden Tofustücken), hat einen kleinen Bart und erzählte mir im Sommer von seinen Sorgen um die CO2 – Bilanz des gemeinsamen Urlaubs mit seiner Freundin.

Er bringt mir ein Paket und gibt drei für Nachbarn ab. Das finde ich total okay. Nervt mich ja auch immer, wenn ich zur Post laufen muss, weil ich grad nicht da war um ein Paket anzunehmen. Und er muss nicht so viel mitnehmen.

Manchmal bringt er mir nur fremde Pakete, auch wenn ich nichts bekomme. Auch egal. Meine Diele ist groß und ich viel daheim. Er freut sich immer, wenn er was loswird. Und die Leute freuen sich meist über ihre Pakete.

Total einfach ein bisschen Liebe zu verbreiten, folks!

6.10.13 09:45


Das einzige, was ich bereue, bist du.

Ich wünschte, ich hätte dich nie kennengelernt.

Das, was du mir jetzt an Schmerz bereitest ist so unerträglich, dass ich auf all die Zeit mit dir verzichten kann. Sie ist dir nichts wert – sonst wäre das Ende anders gewesen, sonst würdest du auf meine Nachrichten antworten, würdest dir Sorgen machen, hättest es nicht so weit kommen lassen. Warum sollte ich dann noch eine Art Loyalität verspüren und nicht sagen, dass ich es bereue?

Ich tue es. Denn so schön es war, so leer bin ich jetzt. Es hat mich nicht weiter gebracht, außer näher an den Abgrund. Es ist nichts besser geworden, sondern alles schlechter. Und ich rede hier nicht von ein paar traurigen Momenten in ein paar Wochen, sondern von Krämpfen, Antidepressiva und täglichem, stundenlangem Weinen über Monate – bis heute.

Das, was ich an Freude und Zuversicht, an Selbstvertrauen einbüße und an Ärger habe, an Mehrarbeit weil ich mich nicht konzentrieren, nicht essen, nicht schlafen kann, keine Menschen ertrage – das wiegt die Zeit mit dir nicht auf. Egal, wie lang es auch gewesen wäre, das was nun ist, ist keine vorhergegangene Erfahrung wert, und sei sie noch so schön. Dafür, dass ich dich immer noch anbete, dich einfach aus meinem Kopf raus haben will, und dass ich jeden Tag wünschte, du kämst zurück -  verfluche ich dich. So war es noch nie und ich hoffe, dass es niemals wieder so sein wird.

Alles erinnert mich an dich – immer noch. Und bringt mich zum Weinen. Dein T-Shirt riecht noch immer nach dir und ist fast wie ein kleiner Schatz. Das, und ein absolut beschissenes, trauriges, ängstliches, und von summender Hoffnungslosigkeit begleitetes Leben ist das einzige, was ich noch als Andenken von dir habe.

Ich glaube, das einzige, was ich in meinem Leben wirklich bereue, bist du.

28.9.13 15:07


Mein Lehrer ist Rassist.

Ich bitte um Entschuldigung, aber ich kann mich tatsächlich nicht an die genaueren Umstände dieses massiven Ärgernisses erinnern, weil ich wirklich geschockt war und bin.

Eine schon betagtere Lehrkraft eindeutiger osteuropäischer Herkunft (Akzent, Name, eigene Aussage) sprach heute im Unterricht von Menschen, die „Schlechtes“ tun – ob es um Disziplin oder Körperhygiene ging, ich weiß es wirklich nicht.

Das Einzige, woran ich mich erinnere, war das Wort, das fiel:
Kanake.

Mir ist alles aus dem Gesicht gefallen.

(Exkurs) Natürlich könnten die Gebildeten unter euch einwenden, dass Kanaken Einwohner Neukaledoniens sind. Ihr könntet meinen: „Entspann dich, „Jude“ ist auch eine Glaubensrichtung und kein Schimpfwort.“

Grundsätzlich richtig – trotzdem habt ihr vielleicht Watzlawick und die ganze Grütze gelesen und wisst, dass es auch Subbotschaften und Ähnliches gibt. Bei dem Wort „Jude“ kann ich euch beipflichten: Sofern nicht in eindeutig antisemitischem Zusammenhang stimme ich euch zu. Es handelt sich um eine, auch von der Häufigkeit her, gebräuchliche Bezeichnung für eine Religionszugehörigkeit. Eventuell kann man noch das Volk Israels mit in den Begriff einordnen.

Bei „Kanake“ ist das anders. Ohne euch mangelndes Interesse an Neukaledonien unterstellen zu wollen: Beide Thematiken, das Land und dessen Bewohner werden doch nur äußerst selten hier erwähnt. Es handelt sich um einen eindeutig rassistischen Ausdruck der in jedem Fall völlig inakzeptabel ist - aber besonders von einer Lehrkraft gegenüber einer ziemlich international aufgestellten Klasse. Auch wenn Vorurteile da sind, sollte man so erwachsen und professionell sein, das in diesem Fall nicht zu zeigen und vor allem nicht einen solchen Terminus zu benutzen. (/Exkurs)

Wie kann jemand mit so auffällig ausländischen Wurzeln seinerseits rassistisch gegenüber anderen Menschen sein, die mit gleichen Vorurteilen, vielleicht mit Flüchtlingsgeschichten, mit Kriegsgeschichten, mit Elendsgeschichten kämpfen müssen?
Ist nicht das gleiche Schicksal das letzte Argument, das alle fremdenfeindlichen Grenzen wegreißen sollte? Wenn schon nicht begriffen wird, dass wir gleich geboren sind und gleich sterben werden, dann seht doch zumindest das offensichtliche - die Gegenwart, die wir teilen.

Offen wird die Machtstellung als Lehrkraft und Leitung missbraucht um frei Ansichten, die sich fern jeder intelligenten Überlegung bewegen, zu äußern. Um zahlreiche junge Frauen und Männer im Klassenverband zu demütigen, zu beleidigen - ohne dass die schmale iranische Schönheit oder der aufgeweckte, ewig gut gelaunte Bursche mit der Sahara in den Augen auch nur ein Wort wagen würden zu sagen. Dummheit entschuldigt nicht alles, aber auch noch die Boshaftigkeit zu haben, die alters- und situationsbedingte Hierarchie auszunutzen um rassistische Scheiße aus seinem Mund laufen zu lassen – meine Güte.

(Exkurs) Bevor der braune Bodensatz, der das hier eventuell liest, jetzt über meine Abstammung spekuliert: Die landesspezifische Abstammung ist Deutsch und ein wenig Schwedisch (trotz intensiver Nachforschungen ist leider nichts Spannenderes rausgekommen) und ich hatte das Glück, von intelligenten Menschen abzustammen, die mir den Verstand und die Erziehung schenkten um zu wissen, dass jede Form von rassistischen oder faschistischen Ansichten völliger Bullshit ist.

Wichtig sind nur der Inhalt des einzelnen Kopfes, der Geist, und die Taten, die der Geist diesen Körper ausführen lässt - nicht wo der Körper geboren ist und mit was er bezogen ist. (/Exkurs)

Man hat sich darauf geeinigt, sofern es nicht schlimmer wird, erst mal die Füße still zu halten. Die Machtstellung innerhalb der Schule ist einfach zu groß.

Nach dem Druck der Zeugnisse wollen wir mal schauen, an wen wir uns deswegen wenden können.


Schreiblieder: Keny Arkana - La Rage / Tumor - Jesus Christ (Soman Remix)

12.9.13 21:41


Die Hotelrechnung – oder wie ich auszog, einen spanischen Hotelheini zu würgen

Im November flog mein Chef nach Spanien und übernachtete in einem Hotel. Wir haben jetzt September. Seit 10 Monaten versuche eine verschissene Rechnungskopie für diesen Aufenthalt zu bekommen. Etliche E-Mails an etliche E-Mail-Adressen, etliche Anrufe. Heute ruft die Steuerberaterin an und sagt, sie braucht die Rechnung wirklich dringend für den Jahresabschluss.

Ich rufe 8 mal an, werde bis zu 6 mal pro Telefonat durchgestellt und darf etwa 3 mal pro Anruf meine E-Mail und den Namen meines Chef im Nato-Alphabet buchstabieren. Das hab ich jetzt auf jeden Fall wieder drauf. Die Rechnung habe ich leider nicht.

Der letzte Kontakt ist José. Er schickt mir eine E-Mail, sagt er. Keine da. Ich rufe wieder an. Man kennt mich mittlerweile an gefühlt jedem Apparat des Hauses. Die ich auch alle erneut durchlaufe, trotzdem ich direkt um José bitte. Er schickt alles nochmal los. Nichts. Ich rufe wieder an. Erkläre die Dringlichkeit. Nun buchstabiert er mir seine E-Mail-Adresse, ich maile ihm, er will mir antworten und die Rechnung anhängen.

Eine Stunde später. Ich rufe an. Sage ihm, wie wichtig das ist. Es war so viel los – er schickt alles gleich raus. Ich warte. Ich schreibe ihm, dass er mir die Grütze an die Büro-  und meine private E-Mail-Adresse senden soll. So kann ich das noch nach Feierabend an die Steuerberaterin weiterleiten und sie hat das Ding direkt morgens. Ich bin daheim.

Nichts.

Ich maile ihm nun erst einmal stündlich, bis ich schlafen gehe. Eventuell morgen früh noch bis ich los muss. In Spanien von meinem Privatanschluss aus anrufen ist mir einfach mal zu teuer. Wenn der dumme Wichser mir nicht antworten will, soll er zumindest beim Blick ins E-Mail-Postfach kotzen.

Schreiblieder:  The Raiders – Miss Kidman on a cruise (Fidelio Mix)

12.9.13 06:13


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung